Im Juli 2015 haben wir uns auf eine Reise in die Provence begeben. Für knappe drei Wochen haben wir mit dem Campingmobil viele schöne Orte besuchen können: von der Pont du Gard bei Avignon über Montbrun-les-Bains, Salt, Gordes, Roussillon, Ménerbes, Lacoste, Bonnieux, Lourmarin, Aix-en-Provence, Apt, Sisteron, Riez, Valensole, Sainte-Croix-Du-Verdon bis nach Castellane!
Im Mittelpunkt stand dabei der Grund, warum wir uns zur heißesten Jahreszeit in diese Region gewagt haben: Lavendel! Genauer: die Lavendelblütezeit! Es ist schwer längerfristig planbar, wann dafür der beste Zeitpunkt ist, doch haben wir – zumindest in diesem Jahr – mit Anfang Juli einen guten Moment zu Beginn unserer Reise abgepasst. Doch währte das Glück nicht ewig und wir wurden während unseres Urlaubes auch immer öfter Zeuge davon, wie dann die geernteten Felder aussehen. Noch nichtmal ganz Ende Juli gab es dann eigentlich keine blühenden Lavendelfelder mehr. Und dabei liest man in Provence-Reiseführern auch schonmal davon, dass man am besten Anfang August fahren sollte – insofern hatten wir eigentlich Glück 🙂
Diesen Urlaub durfte ich auch eine ganz neue Erfahrung machen: wie es ist wenn jemand noch mehr fotografiert als ich. Wenn Bärbel erstmal auf Insekten-Makro-Jagd war, hab ich schonmal eine extra Runde mit meiner Kamera gedreht 😉 Hier nun einige farbenfrohe Impressionen von Bärbel und mir!
(Am Ende noch ein paar Worte zu unseren Fototaschen)

Unsere Fototaschen bestanden aus:

Panasonic Lumix DMC-FZ1000 mit Achromat
Samsung NX300 + NX500 mit allerlei Linsen

Der Überraschungsgast des Urlaubes war definitiv die FZ1000. In letzter Sekunde tauschten wir eine nicht-RAW-knippsende Sony Bridgekamera gegen die FZ1000 – nicht weil wir uns lange mit der Kamera beschäftigt hatten, sondern weil sie in der Verwandtschaft halt da war 😉 Gerade in Verbindung mit dem Achromaten für Makrofotos deckt die FZ1000 mit ihrem verhältnismäßig großen Sensor, der auch einen ansehnlichen Dynamikumfang in der RAW-Entwicklung bereitstellt, und dem riesigen Zoom einen unglaublich großen Anwendungsbereich ab. Während ich noch mit dem Objektiv-Wechsel an meiner Systemkamera beschäftigt bin, hat Bärbel mit der FZ1000 schon zig verschiedene Blickwinkel am Motiv ausprobiert. Klare Empfehlung für alle, die etwas mehr als die Ultrakompakte im Urlaub dabei haben wollen, aber keine Lust auf Objektivwechsel haben.
Wo lag dann der Vorteil in meinem Gespann (dessen Sparte Samsung übrigens just leider aufgegeben hat)? Gerade die NX500 begeistert mit einem der – wenn nicht DEM – besten APS-C Sensor derzeit am Markt. Mehr Auflösung als meine große Spiegelreflex, nahezu ebenbürtiger Dynamikumfang (und stabilere Farben in den Schatten als meine Canon!) sowie tolles Rauschverhalten. In diesen „Sensor-Disziplinen“ überflügelt sie die FZ1000. Mit der Sensorgröße geht auch einher, dass sie zusammen mit einer Festbrennweite wie dem 30mm f/2.0 eine Freistellung z.B. bei Portraits erreicht, die die FZ1000 nicht schafft (wobei auch die FZ1000 im Telebereich Freistellungspotenzial hat). Mein Weitwinkelobjektiv bekommt deutlich mehr drauf (18mm vs 25mm kb-equivalent). Je nach verwendetem Objektiv ist sie deutlich kompakter als eine FZ1000 – berücksichtigt man aber mitgeschleppte Objektive wechselt der Größenvorteil schnell.
Meine Wünsche an die Kameratechnik sind manchmal etwas speziell, aber den meisten kann ich die FZ1000 für den nächsten Urlaub wärmstens empfehlen. Übrigens kommen knapp mehr als die Hälfte dieser Bilder aus der Panasonic!