Mitten im Dezember haben wir einen verlängerten Wochenendtrip nach London gemacht. Die Flut der Eindrücke an den Tagen war riesig. Natürlich haben wir die einschlägigen Sightseeing-Stationen mitgenommen: Big Ben, London Eye, Buckingham Palace, Tower Bridge, Covent Garden, National Gallery, Piccadilly Circus, um nur ein paar Haltepunkte bei den ausgiebigen Spaziergängen rund um die Themse zu nennen. Aber gerade auch etwas weniger touristische Bereiche rund um unsere Unterkunft in Kingsland oder der Abstecher nach Kensington haben uns die vielfältigen Facetten von London gezeigt. Während wir auf eine Essenskultur a la Fish’n’Chips gefasst waren, haben uns die vielen Märkte eines besseren belehrt. Street Food nach jedem Geschmack aus aller Welt (London – Multikulti – klar) gab’s immer irgendwo. Apropos Kultur, wir haben da auch einen Export-Schlager: als ich unseren Host danach gefragt hatte, was es denn so zur Weihnachtszeit besonderes zu sehen gäbe, antwortete er: „Oh, you mean German Market?!“. Not exactly. Aber gut. Ich wusste bis dahin nicht, dass unsere Weihnachtsmärkte was typisch deutsches sind und sich dort größerer Beliebtheit erfreuen – inklusive Glühwein (zu deutlich-über-german Preisen – aber in der Beziehung muss man sich in London eh an ein etwas höheres Preisgefüge gewöhnen). Auch typisch London: Musicals – und die sind sogar etwas günstiger als bei uns. Wir haben noch ziemlich spontan beim Victoria Palace vorbeigeschaut und sind direkt zu Vorführungsbeginn bei Billy Elliot gelandet, was dank eines mir vorher noch nicht zu Ohren gekommenen englischen Dialektes gar nicht so leicht zu verstehen war, aber dennoch großen Spaß gemacht hat 🙂
Abschließend noch ein Tipp, frei nach dem Motto „Best things in life are free“: Organisiert euch ein (kostenloses) Ticket für den Sky Garden! Die Tickets kann (und sollte) man im voraus online buchen, nur mit etwas Glück bekommt man in einem kleinen Zeitfenster (ich glaube bei uns hieß es zwischen 14.00 und 16.00h) noch einen Daypass am Eingang. Der Weitblick über die Skyline von London ist faszinierend – aber seht am besten selbst:

Unsere Fototaschen in London:

Panasonic Lumix DMC-FZ1000
Canon 5D Mark III mit 16-35mm f4.0 IS, sowie 24mm und 50mm f1.4

Zur Panasonic schrieb ich ja schon was im Beitrag Zur Lavendelblüte in die Provence, die Begeisterung für das Modell ist ungebrochen 🙂
Ich griff dieses Mal zur Canon statt zur Samsung Reisecam, weil ich in ein-bis-zwei Bereichen das Quentchen mehr haben wollte: mehr Weitwinkel mit dem 16-35, mehr Freistellung mit den Festbrennweiten. Außerdem wollte ich wissen, ob „die paar Kilo“ mehr auf meiner Schulter ein akzeptabler Zustand sind, selbst wenn ich die Ausrüstung wirklich viele Stunden am Tag mit mir schleppe. Um es vorweg zu nehmen, meine Schulter und ich bereuen nichts – aber es gibt definitiv auch Ausflüge bei denen die Samsung mit ein paar Wechseloptiken die bessere Wahl bleibt.
Das Canon 16-35mm f4.0 IS hat mir bei diesem Ausflug besonders viel Spaß gemacht. Der ordentliche Weitwinkel hat es mir ermöglicht, auch größere Gebäude mit so viel Freiraum aufzunehmen, dass eine Perspektivkorrektur später noch ohne große Verluste möglich war. Mit Hilfe des Bildstabilisators konnte ich auch ohne Stativ auf Belichtungszeiten von 1/10s heruntergehen und die Bewegungsdynamik von Fußgängern oder Fahrzeugen (und am liebsten natürlich von roten Doppeldeckern 😉 ) einfangen ohne dass mein Hintergrund unscharf wird. Auch „Mitzieher“ wie bei den Schlittschuhläufern werden damit möglich. (Die Vorzüge des Bildstabilisators brachte die Panasonic natürlich genauso mit)